Die Geschichte von Olympos

Olympos antike RuinenAm südlichen Ende der Bucht von Cirali liegt die alte Ruinenstadt Olympos. Diese antike Hafenstadt wurde im 2. Jahrhundert v. Chr. gegründet und war bis zum 4. Jahrhundert nach Chr. bewohnt. Olympos war bedeutendes Mitglied des Lykischen Bundes. Zu Anfang des 1. Jahrhunderts v. Chr. wurde die Stadt - wie auch die Nachbarstadt Phaselis - von Piraten eingenommen.

Der Ort trug in seiner Geschichte verschiedene Namen: Korykos, Olympos und in jüngster Zeit Deliktas, was soviel bedeutet wie "durchlöcherter Stein". Dieser Name soll seinen Ursprung in dem natürlichen Felstor haben, das sich direkt am Strand von Olympos befindet. Dieses Felstor mussten einstmals die Einheimischen mit ihren Kamelen passieren, um von Cirali nach Olympos zu gelangen. Wegen der Verlandung kann man heutzutage an dieser Stelle nur noch ein kleines Felsfenster entdecken.

Mit der Göktas Burg kontrollierte man in der Antike das Flußtal des Ulupinar und auch die antiken Verbindungswege zwischen Olympos und Phaselis.

Olympos in der Antike

Homer beschreibt in seiner Ilias die Chimäre als ein Mischwesen aus Löwe, Ziege und Schlange mit drei Köpfen. Dieses Ungeheuer war für Mensch und Tier eine große Bedrohung. Deshalb beauftragte König Jobates den lykischen Helden Bellerophon, einem Enkel des Sisyphos, die Chimäre zu töten. Wie in der griechischen Mythologie nicht anders zu erwarten, waren die Götter natürlich auf der Seite des Helden.

Wer anders als Athene, die Göttin des Krieges und des Handwerks, konnte es sein, die ihm das geflügelte Pferd Pegasus zur Verfügung stellte (vielleicht war es aber auch Poseidon?). Mit solch einer Mobilität ausgestattet war es Bellerophon ein leichtes die Chimäre aus der Luft zu erledigen. Er stieß dem Monster sein Schwert tief in den Rachen und durchbohrte dabei auch seine feuerspeiende, grässliche Zunge. Das schöne Märchen endet natürlich mit einer Hochzeit des Helden und der Königstochter. Allerdings ließ sich dieses feuerspeiende Organ nicht ganz löschen. Es speit heute noch sein Feuer auf einem Hügel bei Çirali, weshalb die Gegend um dieses Feuer von den Einheimischen "Yanartas" genannt wird, was soviel bedeutet wie "brennender Stein".